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Plattenbearbeitungszentrum 
  29.04.2010 

Neue Maschinen von Weinmann: Hightech für Abbund und Massivholz 

 
Auf der diesjährigen „Dach + Holz International“ standen am Stand der WEINMANN Holzbausystemtechnik GmbH vor allem zwei Maschinen im Mittelpunkt: das  neue Balkenbearbeitungszentrum WBZ 160 und die Powerline-Multifunktionsbrücke WMP 250, eine Neuentwicklung zur Bearbeitung von Massivelementen (Massivholzplatten, Leim-holzbinder, Brettschichtholz Magnumboard, Sandwichelemente etc.).

WBZ 160: Ein Topmodell für den Abbund
2008 auf der „Dach und Holz International“ in Stuttgart erstmals vorgestellt, hat das Balkenbearbeitungszentrum gerade eine einjährige Felderprobung bei ausgewählten Kunden hinter sich und steht jetzt unmittelbar vor der Markteinführung. Die wird anlässlich des 25jährigen Firmenjubiläums mit einem Paukenschlag beginnen: Für einen befristeten Zeitraum bietet WEINMANN ein gut ausgestattetes Sondermodell zum Jubiläumspreis von 198 000 Euro an.
Das WBZ 160 ist das Topmodell der von WEINMANN angebotenen Balkenbearbeitungszentren, die seit der Markteinführung des Sägezentrums WBS 120 im letzten Jahr, noch flexibler geworden sind. Mit der für das Sägezentrum entwickelten Technik wurde jetzt auch die gesamte WBZ-Baureihe ausgestattet. So erreicht die WBS/WBZ-Baureihe eine Schnelligkeit und Präzision, die ihresgleichen suchen. Hochdynamische Antriebe, ein prozessoptimierter Arbeitsablauf, ein 5-Achs-Aggregat (Flex25) und ein hochauflösendes Positioniersystem ermöglichen eine Zufuhrgeschwindigkeit von bis zu 2,5 m/sec bei einer Positioniergenauigkeit von ± 0,1 mm.
Dabei sind Querschnitte zwischen 20 x 50 mm und 200 x 420 mm, Gehrungs-, Schifter- und Kervenschnitte möglich. Auf Wunsch kann der Anwender die Werkstücke per Etikettendrucker oder Inkjet-Einheit markieren oder beschriften lassen. Um die Kapazität der Säge zu erhöhen, ist auch mehrlagiges Sägen möglich.
Für die komplexere Balkenbearbeitung ist das WBZ 160 mit einer Hochleistungsspindel plus Zwölffach-Werkzeugwechsler ausgerüstet. Zum Repertoire der Maschine gehören zum Beispiel Verzapfungen, Schwalbenschwanzverbindungen, die Herstellung verzierter Balkenköpfe, Ausblattungen verschiedenster Art und mehr. Damit eignet sie sich gleichermaßen für den Abbund, die Fertigung von Nagelbindern und die Holzhausproduktion.

WMP 250: Massivholzbearbeitung in hoher Präzision
Die neue Powerline-Multifunktionsbrücke WMP250 fährt auf einem hochpräzisen, viersträngigen Schienensystem über die stationär eingelegten Massivelemente. Eine Stahlprofilkonstruktion und besonders starke Aggregatführungen mit Zahnstangenantrieb verleihen ihr die notwendige Stabilität. So werden lange Standzeiten mit gleich bleibend hoher Bearbeitungspräzision möglich.
Die WMP 250 ist das Topmodell der neuen WMP-Baureihe, die mit sechs Maschinen eine breites Preis- und Leistungsspektrum in der Massivholzbearbeitung abdeckt. Alle Maschinen bearbeiten Werkstücke nicht nur von oben, sondern auch von den Stirnseiten her. Dank einem Verfahrweg von 50,00 m und einer maximalen Elementbreite von 4,00 m ist auch die Bearbeitung von Massivholzwänden oder Leimbindern kein Problem. Prinzipiell sind sogar längere Verfahrwege möglich. Die maximal bearbeitete Elementstärke liegt beim Topmodell WMP 250 bei 35 cm.
Passend zur WMP-Baureihe bietet WEINMANN stationäre Arbeitstische in drei Varianten an: Einen einfachen Ablagetisch mit Anschlägen, eine Variante mit verschiebbaren Konsolen zum Einspannen problematischer Bauteile und einen Schmetterlingswender für Bauteile, die beidseitig bearbeitet werden. Standardmäßig ist die WMP250 mit zwei 20 kW-Hochleistungsspindeln ausgestattet. Ihre hohe Leistung ermöglicht zusammen mit der soliden Konstruktion eine hohe Schnittqualität und Präzision am Bauteil. Zusätzlich zu den beiden Spindeln lässt sich die WMP250 mit zwei Nagelgeräten ausrüsten.
Die Hauptspindel wird durch einen 18fach-Werkzeugwechsler ergänzt, der die Rüstzeiten minimiert und die Maschine flexibel und zukunftssicher macht. Highlight unter den Werkzeugen ist ein von WEINMANN entwickelter Eckenfräser: Nachdem der Fingerfräser einen Ausschnitt aus dem Bauteil gefräst hat, lassen sich die runden Ecken mit diesem Werkzeug rechtwinklig ausfräsen – ein deutlicher Vorteil, etwa beim Einbau von Fenstern und Türen.
Angeboten werden außerdem ein Fünfachs-Kettensägeaggregat mit 400 mm Schnitttiefe für den Schifterschnitt, ein Etikettendrucker, eine Anreißnadel und ein Schreibstift. Auf der zweiten Spindel der WMP 250 befindet sich eine schwenkbare Kreissäge mit einer maximalen Schnitttiefe von 350 mm. Die Säge kann um 360 Grad gedreht und bis zu 90 Grad geschwenkt werden.
Die Belastung der Arbeitsumgebung durch Staub, Späne und fliegende Teile wird durch eine Absaughaube und eine Vollkapselung der Maschine minimiert. Neu entwickelte Scanner, die vor und hinter der Maschine die Flächen abtasten, dienen der Sicherheit des Bedienpersonals.
Bearbeitungsdaten können als btl- oder mpr-Format aus der CAD-Software übernommen oder vom Bediener manuell eingegeben werden. Die WMP250 ist mit einer Windows-basierten Steuersoftware (Wup-Works), einem Netzwerkanschluss und für die Ferndiagnose mit dem Teleservice-Net ausgestattet.
Zum angebotenen Softwarepaket gehört außerdem ein Programm für die Bearbeitungsoptimierung. Es ermöglicht die Weiterverwendung von Gutteilen und die Bearbeitung von Verschachtelungen und Multiwänden. Letztere macht es dem Anwender möglich, mehrere Elemente auf dem Arbeitstisch in Serie zu bearbeiten. So lässt sich die Kapazität des Tischs besser nutzen und die Effektivität der WMP250 steigern.
Darüber hinaus bietet Wup-Works dem Bediener mit der Ablaufoptimierung eine automatische Werkzeugauswahl und Werkzeugzuordnung an. Bei Bedarf können Werkzeugauswahl und –zuordnung dennoch manuell an der Maschine geändert werden.

 Quelle: Mikado, Ausgabe 5/2010

 
 
 
 
 
 
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