Zwischen der ersten "BÜTFERING" von 1946 und den heutigen High-Tech Erzeugnissen liegen sechs Jahrzehnte innovativer Entwicklungen, dokumentiert durch zahlreiche Patente und Auszeichnungen. Damals wie heute - eingebettet in den Strukturen der HOMAG Gruppe und somit zum weltweiten Marktführer gehörend - gelten bei Bütfering die soliden Grundsätze eines fortschrittlichen Familienunternehmens. Dazu gehören kundenorientierte Leistungen, Kontinuität, Zuverlässigkeit und Kompetenz, all dies sichergestellt durch qualifizierte, hochmotivierte Mitarbeiter.
Am 15. März 2006 feierte das Unternehmen BÜTFERING Schleiftechnik im westfälischen Beckum sein 60 jähriges Firmenjubiläum - Zeit um einmal zurückzuschauen, wie die Entwicklung des langjährigen Marktführers im Breitbandschleifen für das Handwerk verlaufen ist.

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Am 15. März 1946 gründeten die Brüder Franz und Anton Bütfering die "Gebrüder BÜTFERING Maschinenfabrik" Ausgerechnet zwei Eichen vom elterlichen Hof waren es, die die Brüder als Startkapital von Ihrem Vater erhielten.
Das Eichenholz diente zur Herstellung von Beizbottichen für ein Dortmunder Stahlwerk, welches dafür die ersten fünf Tonnen Eisen lieferte. Der Grundstock für die erste "BÜTFERING" war gelegt. |
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Der Betrieb lief mit 12 Mann, einer fleissigen und tüchtigen Belegschaft, an. Als die Währungsreform im Sommer 1948 über Nacht kam und statt der wertlosen Reichsmark die harte D-Mark galt, hatten die beiden Bütferings - wie jeder - nur 40 DM in der Hand; auch ein Materiallager war nicht vorhanden, das ihnen das dringend benötigte Betriebskapital hätte verschaffen können.
Doch die vor der Währungsreform hergestellten Maschinen bewährten sich auch unter der knappen D-Mark und bei der jetzt in vollem Umfang einsetzenden Konkurrenz, so dass es an Aufträgen nicht fehlte.
Der zweite Weltkrieg hatte zur Folge, dass nun endlich der Freihandel zu seinem vollen Recht kam; Export und Import die allein wirksamen Mittel wirtschaftlicher Expansionen wurden.
Dies aber forderte Rationalisierung auf allen Gebieten, so auch in der Möbelindustrie.
Der aussichtsreiche Markt für Holzbearbeitungsmaschinen lag gewissermaßen vor der Haustür.
Die zahllosen Betriebe des ostwestfälischen Möbelzentrums signalisierten grossen Bedarf an rationelleren Betriebsmitteln.
Die Aktivitäten der beiden Firmengründer zeigten sich in den Anfängen dementsprechend
vielseitig : Kettenfräsen , Spezialgehrungssägen, Furnierpressen und - wie damals benannt -
"Spitzenköpfmaschinen" zum Schleifen und Schwabbeln der legendären Hochglanz-Polyesteroberflächen.
Die Bearbeitung von Furnier - und Lackoberflächen wurde nur kurze Zeit später das Hauptarbeitsgebiet der Bütferings.
Bandschleifmaschinen - speziell das legendäre Modell C 55, von denen in den folgenden
Jahrzehnten mehr als 10.000 Stück gebaut werden sollten, begründeten den Weg zur Spezialisierung und zur Entwicklung der Breitbandschleifmaschinentechnik.

Mit dem Boom des Wirtschaftswunders verbindet sich das rasche Wachstum des Familienbetriebs.
Schon 1958 wurde ein zweites Werk im nahen Sendenhorst errichtet.
Der Export entfaltete sich in den 60 er und 70 er Jahren über mehr als 100 Länder Zug um Zug mit der Steigerung der Produktionskapazität. Die beiden Inhaber unterhielten mit Ihrer Kundschaft im In - und Ausland rege und persönliche Kontakte. Reisen nach Asien, in die USA, in die Ostblockländer und in allen europäischen Staaten standen auf ihrem Programm.
In den 60 er Jahren kam dann der Einstieg in die Breitbandtechnologie und damit die endgültige Spezialisierung.
Von den untenschleifenden Modellen der FBS - Reihe wurden in den nachfolgenden Jahrzehnten tausende Maschinen speziell für den deutschen und westeuropäischen Markt gebaut.
Mit dieser Entwicklung setzte sich auch das Wachstum fort; kein Jahr verging ohne grössere Investitionsaktivitäten.
Zahlreiche Patente und Auszeichnungen sind der Beweis für den hohen Stand der Technologie in Konstruktion und Fertigung, so erhielten die Brüder Bütfering 1984 den " Bayerischen Staatspreis " durch Ministerpräsident Franz-Josef Strauss anlässlich der Handwerksmesse in München.
Ein weiteres Highlight der Firmengeschichte und ein damit verbundener Qualitätssprung war 1989 die Entwicklung des elektronisch gesteuerten Gliederdruckbalkens für das Handwerk, die es Kunden erstmals zu einem
erschwinglichen Anschaffungspreis möglich machte, diese hochwertige Technologie in Ihren Werkstätten einzusetzen.
Die erste damals gezeigte Maschine AWS - E gilt heute als die bahnbrechende Maschine, die die Oberflächentechnologie im Handwerk revolutioniert hat.
BÜTFERING erhielt für diese Entwicklung 1990 den "Bundesinnovationspreis" des deutschen Wirtschaftsministeriums.

1989, nach dem plötzlichen Tod Franz Bütferings wurden die Söhne der Firmengründer
Antonius und Franz-Josef Bütfering in die Geschäftsleitung berufen.
Sie setzten den Kurs der Väter nahtlos fort und bauten mit innovativer und zuverlässiger Maschinentechnik die Marktposition in den 90er Jahren aus.
1996 im Jahre des 50-jährigen Bestehens gründeten Antonius und Franz-Josef Bütfering die Metallschleifsparte, deren Maschinen seit nun 10 Jahren sehr erfolgreich unter dem Markennamen " Steelmaster " vertrieben werden.
Gleichzeitig erhielt das Unternehmen 1996 anlässlich der Messe "Woodmex" in Birmingham den " Europa Award" für die Weiterentwicklung des elektronischen Gliederdruckbalkens.
1998 wurde der Grundstein für die weiteren Aktivitäten für das Wachstum in Asien und speziell China gelegt: BÜTFERING gründete erst in Nordchina und seit 2003 in Shanghai eine Produktionsstätte und beliefert von dort hauptsächlich die chinesischen und südostasiatischen Märkte.
Im Jahre 2002 war dann ein Wendepunkt in der Geschichte des Unternehmens erreicht:
Um dem grossen Schritt, nicht nur in Deutschland und Westeuropa Marktführer zu sein, sondern mit dem grossen Ziel langfristig Weltmarktführer im Bereich Breitbandschleifen zu werden, entschloss das Familienunternehmen, sich der HOMAG Gruppe anzuschliessen.
So ist man heute mit 18 eigenen Vertriebsgesellschaften und mehr als 60 Vertriebspartnern weltweit vertreten und kann von den Synergieeffekten eines Weltmarktführers mit 5000 Mitarbeitern profitieren. Der Ausbau der weltweiten Marktanteile bleibt vordringliches Ziel.
Im Jahr 2006 stellt sich BÜTFERING auch nach 60 Jahren als kunden- und mitarbeiterorientiertes, mittelständisches Unternehmen dar, das im Rahmen der HOMAG Gruppe den Ausbau des weiteren Wachstums anstrebt.
Eine Ausbildungsquote von mehr als 10 % verdeutlicht die Verantwortung für den Standort Deutschland.
Bütfering fertigt mit seinen hoch motivierten Mitarbeitern an den Produktionsstandorten in Beckum und Shanghai Schleifmaschinen, die das gesamte Produktspektrum vom Einstiegsbereich bis zum Industriesegment abdecken. Auf Wunsch des Kunden werden diese Maschinen in Zusammenarbeit mit der HOMAG Engineering auch in Fertigungsstrassen eingebunden.
Durch die Einbindung von Bütfering in das weltweite Vertriebssystem der HOMAG Gruppe, ist das Unternehmen für zukünftige Aufgaben hervorragend positioniert.
Die Altgesellschafter Franz-Josef Bütfering und Antonius Bütfering sind dem Unternehmen auch heute noch verbunden und nehmen Aufgaben sowohl im Vertrieb wie auch in der Entwicklung wahr.
Geleitet wird das Unternehmen heute durch die Geschäftsführer Wolfgang Augsten, Tobias Schaible und Manfred Beuse die sich ebenso wie Ihre Vorgänger auch für die Zukunft dem alten Gedanken der Bütfering Philosophie, nämlich der Kundenzufriedenheit als Leitmotiv verschrieben haben.